Greenfields

 Image

Trotz südtropischer 30°C Hitzewellen sind wir heute Richtung Galopprennbahn getrabt um uns an den technoiden akustischen Ergüssen von Seth Trexler, Loco Dice, DJ Hell und natürlich Onkel Väth zu erfreuen. Schon auf Höhe vom Ostbahnhof wurde klar, dass unsere Spießerhauptstadt es sich natürlich nicht nehmen hat lassen, das halbe Polizeiaufgebot Münchens an den Bahnhof Riem zu schicken, aber ein, zwei Sbahnen mehr Richtung Erding, damit wir in ebenjener nicht aneinanderkleben mussten, natürlich zuviel verlangt sind. Die Masse drängt Richtung Eingang, die 30 Euro Tickets werden uns aus der Hand gerissen und als Gegenleistung gibt es weder Tintensymbol noch Papierbändchen, sondern nur ein müdes Nicken Richtung „Kein Wiedereinlass“-Schild – klar, bei dem Ticketpreis können wir das natürlich auch nicht erwarten, und auf dem Festivalgelände ist ja auch so guter Handy- und 3g-Empfang, dass es total abwegig ist, kurz nach draussen zum Kommunizieren zu gehen. Die Hälfte der Stände hat auch noch nicht offen (Hey, das Festival läuft erst knapp 3 Stunden, (Achtung, mein persönlicher Un-satz 2013:) „Chill mal!“), dafür kann man sich ja preisgünstige Erfrischung a la 0,33er Bier für 4,50 plus schlappe 2 Euro Pfand bei den total überforderten Bedienungen holen oder in der prallen Sonne brutzeln, denn Schatten in Musikhörweite war nur den VIPs vergönnt.

Pan Pot <3

IMG_6959IMG_6947
Das Aufgebot an Essensständen ist zwar kreativ (Schokofrüchte, gebrannte Mandeln, Aus‘zogene (Überbleibsel oder Testrun für die Wiesn?), aber an deftigen Gerichten eher beschränkt (Ikea-lookalike-Hotdogs für 4 Euro oder Handtellergroße Schalen Curry für 5 Euro, ab fünf Uhr kam dann noch ein Stand mit Bratwürsten hinzu).
Schade war, dass ohne eine Art von Erklärung mein persönlicher Fave Seth Troxler
ausgefallen ist und, dass der Timetable auch nicht vorher auf Facebook o.ä. veröffentlicht wurde – so hätte man den eigenen Aufenthalt dort vielleicht besser timen können und man hätte die vielen Kreislaufkollapse und Dehydrierungen noch vor dem Feuerwerk vermeiden können.
Alles in allem war es trotzdem ein schöner Tag mit guter Musik, ich hätte mir für den Ticketpreis einfach etwas mehr durchdachte Organisation und Mühe gewünscht, entgegen dem Klischee, dass alle guten Events schlechter werden, umso angesagter sie sind.

Advertisements